Performance Marketing bündelt alle Onlinekanäle, deren Wirkung sich direkt messen und einem Ziel zuordnen lässt. Anders als klassische Markenwerbung, die auf Bekanntheit einzahlt, wird hier nach Ergebnis gesteuert: Eine Anzeige rechnet sich, wenn sie einen Lead, eine Terminbuchung oder einen Kauf zu einem vertretbaren Preis bringt. Dazu zählen Suchanzeigen (SEA), Paid Social, Programmatic Display, Retargeting und die Optimierung der Landingpage, auf der die Conversion stattfindet.
Der deutsche Markt dafür ist groß und wächst weiter. Der digitale Display und Videowerbemarkt erreichte 2025 rund 7,5 Milliarden Euro, ein Plus von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 78 Prozent dieser Werbung werden programmatisch ausgespielt, also automatisiert über Plattformen eingekauft.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Digitaler Display und Videowerbemarkt DE 2025 | rund 7,5 Mrd. Euro, plus 8,5 Prozent | OVK im BVDW, 2025 |
| Programmatischer Anteil | 78 Prozent | OVK im BVDW, 2025 |
| Videoanteil am Display und Videomarkt | 49 Prozent (2024: 45 Prozent) | OVK im BVDW, 2025 |
| Prognose 2026 | über 8 Mrd. Euro | OVK Prognose, 2026 |
Performance Marketing denkt entlang des gesamten Funnels. Awareness schafft Reichweite, Consideration baut Vertrauen auf, Conversion löst die Handlung aus, Retention hält Bestandskunden. Im Gegensatz zu Healthcare Advertising, das den gesamten bezahlten Medieneinsatz inklusive Markenkampagnen umfasst, liegt der Fokus im Performance Marketing auf der unteren Funnel Hälfte: messbare Aktionen und der Preis, den jede davon kostet.


Sanofeld ist eine Healthcare Agentur für Omnichannel Marketing, RX & OTC, Social Media und Paid Marketing.
Performance Marketing steht und fällt mit der Datenbasis. Diese Basis hat sich in den vergangenen Jahren verschoben, und zwar anders als lange angekündigt. Google hat die Third Party Cookies in Chrome nicht abgeschafft. Im Juli 2024 kündigte das Unternehmen einen nutzergesteuerten Ansatz an, im April 2025 stellte es klar, dass kein gesonderter Auswahldialog kommt und Cookies über die Browsereinstellungen geregelt bleiben. Wer daraus schließt, alles bleibe beim Alten, irrt jedoch: Safari blockiert Third Party Cookies bereits seit 2020 standardmäßig, kanalübergreifendes Tracking funktioniert dort ohnehin nicht.
Für die Praxis zählen drei Pflichtbausteine.
Seit März 2024 verlangt Google im Europäischen Wirtschaftsraum den Consent Mode v2, sobald Werbe und Messprodukte mit Personalisierung oder Remarketing genutzt werden. Übergeben werden die Signale ad_user_data und ad_personalization. Ohne korrekte Einbindung fallen Nutzer aus dem EWR nach rund zwei Monaten aus den Remarketing Listen.
Universal Analytics hat die Datenverarbeitung am 1. Juli 2023 eingestellt, der finale Zugriff endete am 1. Juli 2024. Wer heute misst, arbeitet mit Google Analytics 4. Direkte Vergleiche mit alten Universal Analytics Zahlen sind durch das andere Attributionsmodell nur eingeschränkt aussagekräftig.
Beim Server Side Tracking laufen die Daten über die eigene Domain als First Party. Dadurch gehen weniger Ereignisse durch Adblocker und Browserrestriktionen verloren, und Sie behalten die Kontrolle darüber, welche Felder an Google oder Meta weitergegeben werden. Wichtig: Server Side Tracking hebt die Einwilligungspflicht nicht auf. Daten ohne Einwilligung über einen Servercontainer zu senden bleibt rechtswidrig.
| Baustein | Stand | Bedeutung für Kampagnen |
|---|---|---|
| Third Party Cookies in Chrome | bleiben (Google, Juli 2024 und April 2025) | keine erzwungene Abschaffung, aber Safari und Firefox blockieren weiter |
| Consent Mode v2 | Pflicht im EWR seit März 2024 | ohne Einbindung Verlust der Remarketing Reichweite |
| Universal Analytics | abgeschaltet 1. Juli 2023, Zugriff bis 1. Juli 2024 | Messung nur noch über GA4 |
| Server Side Tracking | First Party über die eigene Domain | mehr Datenqualität, ersetzt aber keine Einwilligung |
Pharma Marketing umfasst Strategien und Maßnahmen, um medizinische Dienstleistungen und Produkte effektiv zu bewerben, das Vertrauen der Patienten zu gewinnen und den Zugang zu Gesundheitsinformationen zu verbessern. Wir helfen Ihnen als Healthcare Marketing Agentur.
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Nicht jedes Gesundheitsprodukt lässt sich gleich gut auf eine Conversion zurückführen. Am klarsten ist die Lage dort, wo die Handlung online stattfindet.
Bei Praxen und Kliniken ist die Online Terminbuchung der zentrale messbare Punkt. 64 Prozent der Menschen in Deutschland haben 2024 mindestens einmal online einen Arzttermin gebucht, gegenüber 50 Prozent im Vorjahr und 36 Prozent im Jahr 2023 (Bitkom, 2025). 58 Prozent buchen über Plattformen wie Doctolib oder Jameda, 25 Prozent direkt über die Praxis Website. Jede Buchung über die eigene Seite ist eine zuordenbare Conversion.
Im Apotheken und OTC Geschäft wird der Versandhandel messbar. Rund 24 Prozent des Selbstmedikationsmarktes laufen über den Versand (Pharma Deutschland, 2024), der größere Teil bleibt stationär. Seit dem 1. Januar 2024 ist das E-Rezept für verschreibungspflichtige Arzneimittel zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verpflichtend, was neue digitale Wege zur Einlösung eröffnet.
Bei digitalen Gesundheitsanwendungen ist die Aktivierung das Ziel. Bis Ende 2025 waren 58 DiGA auf Rezept verordnungsfähig, kumuliert wurden rund 1,6 Millionen Anwendungen in Anspruch genommen, davon etwa 690.000 allein 2025 (GKV-Spitzenverband, DiGA-Bericht 2025). 82 Prozent der ausgegebenen Freischaltcodes wurden eingelöst, ein direkt messbarer Aktivierungswert.
Schwieriger wird es bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Der Weg von der Anzeige zur Verordnung ist nicht linear: Werbung und ärztliche Verschreibung sind rechtlich getrennt, der Apothekenkauf findet offline statt, und individuelle Gesundheits und Kaufdaten dürfen ohne ausdrückliche Einwilligung nicht verknüpft werden. Hier arbeitet Performance Marketing mit Zwischenzielen wie Fachkreis Registrierungen, Musteranforderungen oder Anmeldungen zu Fortbildungen, nicht mit der Verordnung selbst.
Im Gesundheitswesen entscheidet das Recht mit, welche Kampagne überhaupt laufen darf. Drei Ebenen greifen ineinander.
Artikel 9 DSGVO stuft Gesundheitsdaten als besondere Kategorie ein und verbietet ihre Verarbeitung grundsätzlich. Zulässig ist sie nur mit ausdrücklicher, informierter Einwilligung. Das betrifft auch mittelbare Rückschlüsse: Wer Zielgruppen anhand besuchter Symptom oder Therapieseiten bildet, verarbeitet Gesundheitsdaten und braucht dafür eine vorherige Einwilligung. Retargeting auf Basis einer Indikation ist ohne diese Einwilligung unzulässig.
Für verschreibungspflichtige Arzneimittel verbietet Paragraf 10 HWG die Werbung gegenüber Verbrauchern. Erlaubt ist nur die Ansprache von Fachkreisen. Paragraf 7 HWG untersagt zudem Zuwendungen und Werbegaben über geringwertige Kleinigkeiten hinaus; Verstöße sind Ordnungswidrigkeiten mit Bußgeld bis 50.000 Euro. Rabatt und Gutscheinmechaniken, im Performance Marketing sonst Standard, sind bei preisgebundenen Arzneimitteln daher heikel. Den Rahmen erläutert das Heilmittelwerbegesetz im Detail.
Google untersagt in seiner Richtlinie zu personalisierter Werbung das Targeting anhand sensibler Gesundheitszustände; Remarketing auf Basis von Symptom oder Therapieseiten ist für Gesundheitswerber regelmäßig ausgeschlossen. Online Apotheken und Telemedizin benötigen für bezahlte Werbung eine Zertifizierung. Meta entfernte im Januar 2022 das Detailed Targeting für sensible Themen einschließlich Gesundheit. Zielgruppen entstehen seitdem über eigene Daten, etwa Custom Audiences aus Websitebesuchen oder E-Mail-Listen, statt über gesundheitsbezogene Interessen.
| Segment | Was messbar ist | Regulatorischer Rahmen |
|---|---|---|
| RX an Patienten | nicht bewerbbar | Publikumswerbeverbot, Paragraf 10 HWG |
| RX an Fachkreisen (HCP) | Registrierungen, Fortbildungen, Musteranforderungen | Fachkreiswerbung erlaubt, Login Verifikation |
| OTC | Abverkauf, Leads, Coupon Einlösung | Publikumswerbung mit Pflichthinweis erlaubt |
| Praxis und Klinik | Online Terminbuchung | Paragraf 27 MBO-Ä, HWG |
| DiGA | App Aktivierung, Freischaltcode | Verordnung nach Paragraf 33a SGB V |
Performance Marketing lebt von wenigen, klar definierten Kennzahlen. Wer sie sauber trennt, erkennt schnell, wo Budget wirkt und wo es versickert.
| Kennzahl | Bedeutung | Formel |
|---|---|---|
| CPC | Cost per Click | Kosten geteilt durch Klicks |
| CPM | Cost per Mille | Kosten je 1.000 Impressionen |
| CTR | Click Through Rate | Klicks geteilt durch Impressionen |
| CPL und CPA | Cost per Lead und Cost per Acquisition | Kosten geteilt durch Leads bzw. Conversions |
| CAC | Customer Acquisition Cost | Akquisekosten geteilt durch Neukunden |
| ROAS | Return on Ad Spend | Umsatz geteilt durch Werbeausgaben |
| Conversion Rate | Anteil der Conversions | Conversions geteilt durch Klicks |
| LTV | Customer Lifetime Value | Deckungsbeitrag über die Kundenbeziehung |
Eine wichtige Bezugsgröße ist das Verhältnis von Customer Lifetime Value zu Customer Acquisition Cost. Als Faustregel gilt ein Verhältnis von 3 zu 1: Ein Kunde sollte über seine Lebensdauer mindestens das Dreifache dessen einbringen, was seine Gewinnung gekostet hat. Liegt der Wert darunter, trägt sich die Akquise nicht; liegt er deutlich höher, wird oft zu wenig in Wachstum investiert.
Bei der Attribution hat sich die Logik verschoben. Google Ads hat die regelbasierten Modelle wie First Click, Linear oder Time Decay ab 2023 für neue Conversions abgeschafft und automatisch auf datengetriebene Attribution umgestellt; übrig blieben nur die datengetriebene Zuordnung und Last Click. Der Grund: Die regelbasierten Modelle wurden in unter drei Prozent der Conversions genutzt.
Weil einzelne Klickpfade durch Einwilligungspflicht und Browserrestriktionen lückenhaft werden, gewinnt das Marketing Mix Modeling wieder an Bedeutung. Es misst den Beitrag der Kanäle auf aggregierter Ebene statt pro Nutzer. Google hat dafür mit Meridian ein quelloffenes Modell veröffentlicht, allgemein verfügbar seit dem 29. Januar 2025. Für regulierte Branchen, in denen individuelles Tracking ohnehin eng begrenzt ist, ist dieser aggregierte Ansatz oft der belastbarere.
Wir planen und steuern Performance Kampagnen für das regulierte Gesundheitsumfeld, von der einzelnen Praxis bis zum Pharmaunternehmen.
Google und Bing Ads für symptom und indikationsbezogene Suchen, im Rahmen der Healthcare Richtlinien der Plattformen. Im OTC Bereich der schnellste Weg zur Sichtbarkeit im Moment der Suche.
Kampagnen auf Meta, LinkedIn und weiteren Netzwerken mit Zielgruppen aus eigenen Daten statt aus gesundheitsbezogenen Interessen, abgestimmt mit der Social Media Strategie.
Strukturierte Seiten, die zur Terminbuchung oder Anfrage führen, technisch sauber und barrierefrei umgesetzt zusammen mit unserem Design Team.
Einrichtung von Consent Mode v2, GA4 und Server Side Tracking, sodass jede Kampagne auf einer rechtssicheren und belastbaren Datengrundlage steht.
Ansprache von Ärztinnen, Ärzten und Apotheken über loginbasierte Netzwerke, abgestimmt mit RX Kommunikation und den Meldewegen der Pharmakovigilanz.
Dashboards mit den Kennzahlen, die zählen, ergänzt um Marketing Mix Modeling dort, wo individuelles Tracking an seine Grenzen stößt.
Healthcare Advertising umfasst den gesamten bezahlten Medieneinsatz, einschließlich Marken und Awareness Kampagnen. Performance Marketing ist der datengetriebene Teil davon, der auf messbare Aktionen wie Leads, Conversions oder Umsatz ausgerichtet ist und nach Ergebnis optimiert wird.
Nicht gegenüber Patienten. Paragraf 10 HWG verbietet Publikumswerbung für RX Produkte. Erlaubt sind Kampagnen an Fachkreise über verifizierte, loginbasierte Netzwerke sowie produktneutrale Informationsangebote. Messbare Ziele sind dann Registrierungen oder Fortbildungsanmeldungen, nicht die Verordnung.
Nur mit ausdrücklicher Einwilligung. Gesundheitsdaten sind nach Artikel 9 DSGVO besonders geschützt, und das gilt auch für Rückschlüsse aus dem Besuch von Symptom oder Therapieseiten. Google und Meta schränken das Targeting auf sensible Gesundheitsthemen zusätzlich ein.
Ja. Auch wenn Chrome die Third Party Cookies nicht abschafft, blockieren Safari und Firefox sie weiterhin, und die Einwilligungspflicht bleibt bestehen. Consent Mode v2 und Server Side Tracking sind die Grundlage für eine belastbare Messung.
Das hängt vom Ziel ab. Für den Abverkauf ist der ROAS zentral, für die Leadgenerierung der Cost per Lead, für die Bewertung des Geschäftsmodells das Verhältnis von Lifetime Value zu Akquisekosten. Eine einzelne Zahl genügt selten.
Bezahlte Suche und Social Kampagnen liefern erste Daten innerhalb von Tagen. Belastbare Optimierung braucht jedoch genug Conversions, um Muster zu erkennen, in der Regel einige Wochen. Den Zeitrahmen stimmen wir vor dem Start ab.
Sanofeld ist eine Healthcare Agentur für Omnichannel Marketing, RX & OTC, Social Media und Paid Marketing.
Als Healthcare Agentur verbindet Sanofeld datengetriebene Kampagnen mit den Regeln des Gesundheitsmarkts. Wir richten Tracking und Zielgruppen so ein, dass sie HWG und DSGVO standhalten, und steuern Budgets nach Kennzahlen statt nach Bauchgefühl.
Unsere Arbeit im Performance Marketing greift in die übrige Kommunikation: abgestimmt mit Healthcare Advertising, Social Media, der Sichtbarkeit in generativen Suchsystemen über GEO und dem Design der Landingpages. Wir arbeiten für Pharma, Apotheken und OTC, Praxen, Zahnärzte und MedTech Unternehmen.
Sanofeld ist eine Healthcare Agentur für Omnichannel Marketing, RX & OTC, Social Media und Paid Marketing.